Coaching, Vorträge, Kabarett und mehr mit David Kadel...
Saints of Football
Beratung, Coaching und Seelsorge in der Fußball-Bundesliga.
Nachspielzeit - So klingt der Fußball
Nachspielzeit - So klingt der Fußball
Mit Gott auf Schalke
In diesem außergewöhnlichen "Fußball-Hör-Projekt" zeigen sich Kevin Kuranyi, Jürgen Klopp, Cacau, Bordon, Zé Roberto, Marco Rose und Co von einer ganz anderen Seite.

Im Erinnern an Kindheit und Werdegang. Im Gespräch über Gott und die Welt. Im Schwärmen über Fußball-Highlights Ihrer Karriere. Im Gesang ihrer liebsten Fußball-Lieder
Nachspielzeit - So klingt der Fußball
Mit Gott auf Schalke
Mit Gott auf Schalke"In diesem Buch erzählen Ihnen Spieler von ihrem Glauben, ihrem Weg mit Gott. Sie wollen uns alle einladen, über den eigenen Weg mit Gott nachzudenken. Wo kann ich seine Anwesenheit in den Siegen und Niederlagen des Lebens erfahren? Manchmal ist Gott in der Freude über einen Sieg zu entdecken, manchmal im Trost nach einer Niederlage." Josef Schnusenberg, Präsident FC Schalke 04

Goldener Kompass für "Mit Gott auf Schalke"
David Kadel und Marcelo Bordon mit goldenem Kompass
Goldener Kompaß Gewinner 2008 für das Buch "Mit Gott auf Schalke" Marcelo Bordon und David Kadel
 
Mit Gott auf Schalke
David's Abseits-Falle
Das Making-of eines göttlichen Fußballfilms - "Zwischen Mainz und Sao Paulo"! "Wer hätte gedacht, daß wir auf Weltreise gehen?" Es ist ein kalter Märztag 2004. Während das fröstelnde Deutschland den Frühling herbeisehnt, sitzen mein Freund Christian Roth (Fotograf des Buches "Fußball Gott") und ich im Starbucks und wärmen uns mit duftend-warmem Kaffee auf. Die Vorraussetzung schlechthin, um kreativ zu werden. Wir überlegen uns, mit Bleistift und genügend Papier ausgestattet, wie man es angehen müßte, einen richtig heißen Fußballstreifen zu drehen.
Lattenkreuz
Lautsprecher, Lebenskünstler und Liebestöter treffen hier ihr Lattenkreuz. Diesmal schreibt hier Lucio, Inter Mailands Weltmeister mit dem unglaublichen Hammer-Schuß, über seine göttlichen Erfahrungen.
Brasil Story
"Als Gott die Brasilianer schuf muß er einen wirklich guten Tag gehabt haben". Der gemeine Brasilianer an sich wird diese Behauptung ohne zu zögern unterschreiben. Wahrscheinlich fallen die Neugeborenen am Zuckerhut in Obelix-Manier...
Marcelo Bordon
Wenn man den Modellathleten mit dem eisenharten Schuß nach seiner Leidenschaft fragt bekommt er stets Fernweh: "Ooh Brasilien...! Doch Marcelo Bordon kann genauso gut von seiner Tochter Julia und seit neuestem auch über den Uefa-Pokal schwärmen - und im Gegensatz zu den Stars von "No Angels" hat der neue Schalke-Star schon mit Engeln zu tun gehabt...
Gerald Asamoah
Das Leben ist voller Überraschungen - oder wie hat Forrest Gump so schön gesagt: "Es ist wie eine Pralinenschachtel: Man weiß nie, was man bekommt ..." Gerald Asamoah kann ein Lied davon singen...
Zé Roberto
Zé Robertos Karriere begann in den Slums von Sao Paulo - nicht gerade ein vielversprechender Ort. Doch auch dort konnte der Ästhet einiges für sein Leben auf dem Fußballplatz lernen.
Cacau
Seine Predigten auf dem heiligen Rasen des VfB Stuttgart sind kurz, aber sie erreichen viele Millionen Menschen. Mit Botschaften wie "Jesus liebt dich" sorgt die T-Shirt-Mission des brasilianischen Stürmers Cacau für Aufsehen in der Bundesliga. Ein Interview mit dem Fußball-Missionar...
Marco Rose
Einer der witzigsten Typen der Bundesliga: Hundenarr, Karnevalist und Präzisionsgrätscher. Eine außergewöhnlich göttliche Story erzählt der gebürtige Leipziger.
Lucio
"Bester Innenverteidiger der Welt", "offensivstärkster Abwehrspieler der letzten Jahre", "schießwütigster Fußballer seit Jessy James" - wer den Kapitän des Weltmeisters Brasilien spielen sieht, der weiß, daß diese schwärmerischen Beschreibungen keineswegs übertrieben sind. Flapsig gesagt: "Ein Typ wie ein Pferd"
Du-Ri Cha
"Ä Frankfuddä Bubb!" antwortet Du-Ri mit seinem breitesten hessischen Akzent und Grinsen wo er sich denn eigentlich heimisch fühlt. In Südkorea kennt ihn jedes Kind, kein Wunder nach dem sensationellen 4.Platz bei der WM 2002. "Du it again Du-Ri"
Nikolce Noveski
Sein Trainer Klopp hat ihn einmal "die Waffe" genannt. Privat eher ruhig explodiert der Mainzer Verteidiger auf dem Platz förmlich, und wehe wenn er im gegnerischen Strafraum auftaucht! Mazedoniens Fußballer des Jahres über seine Heimat und seinen großen Traum.
Markus Merk
Der beste Schiedsrichter der Welt hilft seit Jahren, fern ab von aller Öffentlichkeit, Kindern in Indien. In Sogospatti hat er inzwischen fast schon ein komplettes Dorf mit Waisenhäusern und Schulen aufgebaut. Sagenhaft dieser Merk!
Dirk Heinen
Dirk Heinen, Torhüter beim VfB Stuttgart und Timo Hildebrands Konkurrent, kann eigentlich nicht behaupten, dass bei ihm immer alles gut gegangen ist. Doch der 'Kölsche Jung' hat allen Grund, optimistisch zu bleiben.
"N24 Ethik" mit David Kadel
Uwe Seeler, Christian Wulff, Michael Schanze, Markus Merk, Norbert Blüm u.v.a. waren in den letzten 4 Jahren zu Gast bei David Kadel in "N24 Ethik".
Hier könnt Ihr Euch die Highlights anschauen:
"Kadelfernsehen":
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Langversion Teil 1
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N'Kölsche Jong am Bosporus


Das Interview mit Dirk wurde freundlicherweise von "Die WELT" am 4.April in voller Länge abgedruckt - wir sagen DANKE liebe Welt! Für Archiv und Doku-Fans:
Das Heinen-Interview in "DIE WELT"

Dirk Heinendk: Vor einigen Tagen hat unweit der türkischen Grenze zum Irak der Krieg begonnen, fühlen Sie sich in der Türkei sicher?

Heinen: Ja, eigentlich schon, aber man hört, daß die Spiele im Süden der Türkei wahrscheinlich alle abgesagt werden, da es im Moment zu gefährlich wäre dort hinzureisen. Der türkische Fußball Verband überlegt, ob es überhaupt sinnvoll ist in Städten wie Diabakir und Adana Fußballspiele auszutragen, wenn nur wenige hundert Kilometer weiter die Raketen einschlagen.

dk: Wie ist es für Sie persönlich, haben Sie Angst, daß es auch in der Türkei zu Turbulenzen und Übergriffen kommen kann, wie man es jetzt beispielsweise in Kairo sieht?

Heinen:
Angst habe ich generell nicht, da ich mich gerade in solchen Zeiten bei Gott sehr sicher und geborgen fühle, aber eines ist klar, sobald die ersten Angriffe auf türkischem Boden stattfinden sollten, sitze ich im Flieger nach Deutschland.

dk: Wie reagieren die Menschen in der Türkei auf die Nachrichten aus dem Kriegsgebiet?

Heinen:
Natürlich sieht man überall die Bilder im Fernsehen und macht sich Sorgen wohin sich das entwickeln kann, aber wenn ich mit Menschen auf der Straße spreche bin ich oft überrascht darüber, daß sie sich gar nicht so sehr über
Terroranschäge und Bomben, sondern viel eher über die kaputte Wirtschaft Sorgen machen. Man hat hier Angst, daß die türkische Lira durch den Krieg bald vollends im Keller ist.

dk: Wie ist Ihre familiäre Situation, macht man sich nicht automatisch viel mehr Gedanken, wenn man Verantwortung für zwei kleine Kinder hat?

Heinen:
Natürlich fragen mein Frau und ich uns was im Moment das beste für die Familie ist. Wir haben jetzt vom Trainer ein paar Tage frei bekommen, und ich werde zu meiner Familie nach Irland fliegen. Ursprünglich wollten wir dann alle
zusammen wieder zurück in die Türkei kommen, aber das deutsche Konulat hat mir empfohlen erst mal auf Nummer sicher zu gehen und von daher kann es sein, daß
ich dann wieder alleine zurück komme.


dk: Dirk Heinen, wie steht es mit Ihrem Türkisch nach 7 Monaten Türkei?

Heinen:
Es reicht schon, um einen Döner ohne Knoblauchsauce zu bestellen - nein im Ernst, den Smalltalk während des Spiels "Geh nach links", "Geh nach rechts" und "Manndeckung" hab ich schon drauf, aber die meisten Spieler verstehen auch englisch, und einige, die in Deutschland aufgewachsen sind, verstehen sogar meinen Kölschen Slang.

dk: Was sind die größten Unterschiede zur Bundesliga?

Heinen:
Na ja, alles ist hier relativ spontan, um es mal "nett" auszudrücken - in der Bundesliga wurde ja zuletzt viel über Rudelbildung diskutiert, da lachen die Türken nur darüber - eine deftige Schlägerei rund um den Schiedsrichter gehört hier schon beinahe zu einem "guten Spiel" dazu, fast wie beim Eishockey.

dk: Stimmt es, daß Sie letztens bis kurz vor Anpfiff in einer stockdusteren Kabine saßen?

DenizlisporHeinen:
Ja, beim Abend-Spiel in Istanbul gegen Galatasaray warteten wir auf die Entscheidung des Schiedsrichters, ob trotz schneebedeckten Rasens gespielt werden könnte. In Deutschland hätte man das Spiel schon Stunden vorher abgesagt, aber an diesem Abend wurde sogar versucht, den Platz zu räumen, während wir uns bereits für das Spiel warm machten. Als wir dann in die Kabine gingen, um uns auf den Anpfiff vorzubereiten und auf die Entscheidung des Schiris zu warten, fiel plötzlich das Licht aus. Wir saßen also eine geschlagene halbe Stunde in einer stockdunklen Kabine und warteten auf die Entscheidung, ob denn nun gespielt werden sollte oder nicht. Das war schon kurios, wie manche Spieler mit ihrem Handy versuchten, Licht zu machen, um sich wenigstens die Schuhe zubinden zu können. Nach 30 Minuten kam dann ein Ordner und wollte, daß wir nun aus dem Dunkel direkt zum Anpfiff kamen, doch zum Glück wurde das Spiel dann wenig später doch noch abgesagt. Unglaublich, daß eine Nacht später - bis auf den Lichtausfall - quasi das gleiche noch einmal passierte. Während wir uns nach dem Warmmachen in der Kabine auf den Anpfiff konzentriert vorbereiteten, wurde das Spiel wegen einsetzenden Schneefalls erneut abgesagt. Das ist mein "Abenteuer Türkei".

Heinen siegt mit Denizlispor in Lyon

dk: Ihr Abenteuer führte Sie aber immerhin ins Achtelfinale des Uefa-Cups. Hätten Sie damit überhaupt gerechnet?

Heinen:
Nein, das war für uns alle auch völlig überraschend - ich kann es für mich persönlich gar nicht anders bezeichnen als ein "Wunder" - so viele unglaubliche Bälle, die ich in Prag und Lyon gehalten habe, das war, als ob da jemand für mich mein Tor vernagelt hatte. Da hat Gott mir schon etwas Tolles geschenkt.

dk: Sie sprechen hier Ihren christlichen Glauben an, ist das für Sie kein Problem in einer Mannschaft, in der auch Moslems spielen?

Heinen:
Nein, ganz im Gegenteil, gerade mit den vier, fünf Jungs, die sich vor dem Spiel zum Beten in der Kabine hinknien habe ich den besten Kontakt.

dk: Weil Sie sich dann ebenfalls zu denen hinknien zum Gebet?

Heinen:
(Lacht) Ja, das wär ein echtes Motiv für das Kicker-Sportfoto des Jahres - nein, aber ich merke, wie die meinen anderen Glauben akzeptieren. Vor kurzem im Trainingslager klopfte es an meiner Tür, und einige der Jungs kamen rein und wollten wissen, wie ich das denn so sehen würde, mit der Bibel und mit Jesus, der übrigens ein wichtiger Prophet für die Moslems ist. Wir haben seitdem immer wieder sehr gute Gespräche über den Glauben an Jesus und bauen damit Mißverständnisse ab.

dk: Wie kommen sie mit den Ritualen zurecht, die man ja aus der türkischen Liga kennt?

Heinen:
Au weia, da treffen Sie den Nagel auf den Kopf! Bei einem Uefa-Cup-Spiel kam letztens ein Betreuer an und sagte, ich sollte "das hier" unter meinem Trikot fest-tapen. Es sah aus wie ein bißchen Lehm oder wie ein Mehlklumpen. Ich fragte, was das denn solle und der Betreuer meinte nur, daß der Präsident entschieden habe, daß ich und zwei weitere ausländische Spieler das als Glücksbringer benutzen sollten. Während die ganze Mannschaft zuschaute, lehnte ich es freundlich, aber bestimmt ab und sagte ihm, daß ich so etwas nicht bräuchte, weil ich an Jesus glaube und nicht an Glücksbringer. Das hat mir und meinem Glauben einigen Respekt in der Mannschaft eingebracht.

dk: Aber an manchen Ritualen kommen sie doch trotzdem nicht vorbei, wie zum Beispiel dem Muezzin-Gesang bei der traditionellen Saisoneröffnung?

Heinen:
Ja, das ist ja verhältnismäßig harmlos - aber als zu diesen Klängen über Stadionlautsprecher auch noch ein Schaf geschlachtet wurde und die Spieler sich mit dem Blut die Schuhe und auch noch meine Torpfosten einrieben, da hab ich den Mund wirklich nicht mehr zugekriegt - nur meine Augen, weil ich nämlich in diesem Moment vor Sprachlosigkeit nur noch beten konnte.

dk: Wie fühlt sich Ihre Familie in der Türkei?

Heinen:
Es ist nicht einfach, gerade für die beiden Kinder. Mein Sohn Cormac hat im Kindergarten enorme Schwierigkeiten wegen der Sprache und der wirklich anderen Kultur. Wir reden dann zu Hause sehr viel, um ihm zu erklären, was das im Kindergarten für Bräuche und Gebete sind. Aber seit einigen Monaten ist meine Frau mit den beiden in Irland bei ihrer Familie, um wieder etwas "europäischer" zu leben.

Dirk Heinen und seine Familiedk: Klingt ein bißchen nach Flucht?

Heinen:
Hm, (überlegt sehr lange) es ist nun mal viel schwieriger, als wir es uns vorgestellt haben und auch, wenn wir mit der Mannschaft im Uefa Cup viel Erfolg hatten, ist mir die Familie, und gerade die ersten Jahre mit unseren Kindern, wichtiger. Unsere Tochter Kylie ist gerade dabei, das Laufen zu lernen, und ich bin wirklich traurig darüber, so etwas Einmaliges zu verpassen. Aber für die drei ist es momentan viel einfacher, in einem gewohnten Umfeld zu sein.

dk: Das heißt, Sie schielen heimlich Richtung Bohemians Dublin?

Heinen:
(Lacht) Na, das wär doch ’mal was, und dann einen irischen Paß und bei der nächsten WM im grünen Trikot auflaufen. Nein, aber ich könnte mir im Moment sehr gut eine Rückkehr in die Bundesliga vorstellen, man hört ja von vielen Clubs, die gerade auf Torhütersuche sind.

dk: Aha, Sie sind in Denizli also doch nicht ganz ab vom Schuß?

Heinen:
Zum Glück kann ich in meiner einsamen Bude wenigstens RTL empfangen und so das Treiben meiner Clubs Frankfurt, Leverkusen, St. Pauli und Trier verfolgen.

dk: Apropos RTL, wer ist für Sie der "Superstar"?

Heinen:
Ist das ne Frage? (beginnt zu singen) "Ein Jesus Christus, es gibt nur ein Jesus Christus..."

dk: Wie überbrücken Sie denn ihre Einsamkeit in dem großen leeren Haus?

Heinen:
Mit den ausländischen Spielern aus Finnland und Tschechien hocken wir schon ab und zu mal hier zusammen und schwelgen in Erinnerungen über unsere Heimat. Letztens, nach der Rückkehr aus Lyon, sind wir tatsächlich zusammen zu Burger King gefahren und haben uns die Papier-Kronen aufgesetzt, um den Einzug ins Achtelfinale gebührend zu feiern. Sie hätten die Gesichter der anderen Spieler sehen sollen, als wir damit zur Fete im Clubheim einliefen und den Präsidenten von Denizlispor zur Polonaise vom Stuhl zerrten. So richtig Abfeiern sind die Türken gar nicht gewohnt, da hätte ich mehr erwartet.

dk: Dann möchten sie zum Ende des Interviews bestimmt Ihre Party-Freunde in Deutschland grüßen?

Heinen:
Genau: An Daniel Ischdonat, Jens Rasiejewski, Nino Flohe und Harry Baldauf liebe Grüße von "Türk Heinen", wir treffen uns bald wieder zum Apfelkuchen im Daitokai

dk: Danke für das Gespräch, und viel Erfolg noch in Denizli, oder auch bei Ihrer Rückkehr in die Bundesliga.


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LUCIO schreibt