 |  |  Autor David Kadel |
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Seit 1988 als Komiker auf deutschen Bühnen unterwegs. Regisseur des Roadmovies
"Fußball Gott - Das Tor zum Himmel" (auf DVD).
Der gebürtige Perser ist als Journalist und TV-Moderator freischaffend tätig und
entwickelt mit seiner Frau Lydia Network-Projekte in den Medien.
Er liebt seine LoveLy, den Humor der Marx Brothers, den Kick der Dänischen Nationalelf und
macht leidenschaftlich gern Musik.
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GESETZ oder LIEBE ??
Lieber Cacau,
Du hast es mal wieder getan! WELL DONE, "Du Cleverle", wie die Schwaben jetzt bestimmt zu Dir sagen werden. Natürlich wußtest Du, daß es seit dieser Saison STRENGSTENS VERBOTEN ist Tore im Dienste der FIFA, für Botschaften im Dienste des Herrn zu mißbrauchen. Aber Du hast ja einige Vorreiter, die sich im Dienste der Menschheit auch nicht an die Regeln gehalten haben:
Der große KÖNIG DAVID fiel einst mit seiner ausgehungerten Meute (es ging mal wieder zum Auswärtsspiel gegen Philister United) in den Tempel ein, um dort wenigstens die Schaubrote - das wären heute die Oblaten - zu futtern. STRENG VERBOTEN, aber lecker. Natürlich gabs Ärger mit den Priestern des Gesetzes, doch dafür hat der Magen keinen Ärger mehr gemacht, und der anschließende Auswärtssieg kostete dem Philister-Trainer sogar den Stuhl, bzw. Kopf.
Der noch GRÖßERE JESUS rettete einst an Sabbat einem Menschen das Leben. STRENG VERBOTEN, aber hilfreich. Natürlich gabs Ärger mit den Pharisäern des Gesetzes - heute die DFL - doch dafür dankte ihm der Geheilte für sein neues Leben. Berühmtes Jesus-Zitat: "Der Mensch ist nicht für den Sabbat da, sondern der Sabbat für den Menschen." Bitte die Begriffe "MENSCH und SABBAT" ersetzen durch die Update-Version "FUßBALLER und SCHIEDSRICHTER".
Der nicht ganz so GROßE PAULUS schrieb einst den Korinthern, daß er um Menschen für die gute Nachricht von Jesus zu gewinnen, selbst den GESETZLOSEN EIN GESETZLOSER geworden ist.(1.Korinther 9,21) STRENG VERBOTEN, aber erlösend. Natürlich gabs Ärger mit den Korinthen-Kackern - heute etwa die wahren Fußball-Experten, die sich solche skurrilen Regeln ausdenken - doch es hat einer kompletten Menschheit klar gemacht, daß Gott nicht die Gesetze, sondern tatsächlich die Menschen liebt!
Nun, mein guter Cacau, seit Deinen beiden Toren gegen Gladbach und Kaiserslautern bist Du also ein echter "OUTLAW" (der schneller schießt als sein Schatten). Auf GESETZLOSESTE Weise hast Du Dein Trikot gelupfert und uns mit der Aufschrift "J..." Deine echte Liebe verraten. Schäm Dich! (...kein bißchen) Doch da Du ja ein echtes "Käpsele bisch" (schwäbische Bezeichnung für genial), hast Du erstens Dein Trikot anbehalten - nur fürs Ausziehen gibts gelb - und zweitens noch nicht einmal die komplette Message gedruckt, sondern nur das Kürzel. Natürlich wissen nicht nur Insider was mit J... gemeint ist, doch das scharfe Gesetz der DFL, DFB, FIFA und Konsorten kann Dich dafür noch nicht einmal abstrafen. Doppelt schlau! Ungefähr so, als ob David bei seinem damaligen Tempel-Mundraub an einem Abendmahl teilgenommen hätte und Mensamäßig um "Nachschlag" gebeten hätte. Mahlzeit!
"Den Mund nur nicht zu voll nehmen, aber doch zu seinem Bekenntnis stehen." Dafür verleihen wir Fußball-Fans Dir, lieber Cacau, offiziell den "OUTLAW-ORDEN 2003".
Weiter so Du schießendes Sprachrohr!
Dein David
P.S. Kleine Idee für Dein nächstes Tor: Laß noch vier weitere Shirts bedrucken mit jeweils einem Buchstaben. Bordon bekommt das "E", Heinen das "S", Marques das "U" und Kuranyi das "S". Bitte in Formation vor die Haupttribüne treten und das "schwäbische Can-Can" präsentieren ... ;ö) P.S. II Du wirst längst Post von der DFL bekommen haben, das haben solche Aktionen, die auf dem Spielberichtsbogen negativ vermerkt werden, zur Folge. Falls sie Dich bitten Deine T-Shirts zukünftig zu unterlassen hätte ich da eine Auferstehungs-Pantomime in peto, die man locker in 7 Sekunden darstellen kann.
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