Coaching, Vorträge, Kabarett und mehr mit David Kadel...
Saints of Football
Beratung, Coaching und Seelsorge in der Fußball-Bundesliga.
Nachspielzeit - So klingt der Fußball
Nachspielzeit - So klingt der Fußball
Mit Gott auf Schalke
In diesem außergewöhnlichen "Fußball-Hör-Projekt" zeigen sich Kevin Kuranyi, Jürgen Klopp, Cacau, Bordon, Zé Roberto, Marco Rose und Co von einer ganz anderen Seite.

Im Erinnern an Kindheit und Werdegang. Im Gespräch über Gott und die Welt. Im Schwärmen über Fußball-Highlights Ihrer Karriere. Im Gesang ihrer liebsten Fußball-Lieder
Nachspielzeit - So klingt der Fußball
David's Abseits-Falle
Feuer und Flamme für 2012!? Da ist es also, das ominöse neue Jahr, vor dem uns viele Krisen-Experten und gefühlte 25 ARD Brennpunkte aus Athen gewarnt haben. Und selbst die Mayas haben ja prophezeit, dass am 21. Dezember 2012 die Welt mal wieder untergehen soll. Dann spiel ich hier mal den näselnden Maja-Freund "Willy", der die Dinge ja immer positiv sieht ...
Mit Gott auf Schalke
Mit Gott auf Schalke"In diesem Buch erzählen Ihnen Spieler von ihrem Glauben, ihrem Weg mit Gott. Sie wollen uns alle einladen, über den eigenen Weg mit Gott nachzudenken. Wo kann ich seine Anwesenheit in den Siegen und Niederlagen des Lebens erfahren? Manchmal ist Gott in der Freude über einen Sieg zu entdecken, manchmal im Trost nach einer Niederlage." Josef Schnusenberg, Präsident FC Schalke 04

Goldener Kompass für "Mit Gott auf Schalke"
David Kadel und Marcelo Bordon mit goldenem Kompass
Goldener Kompaß Gewinner 2008 für das Buch "Mit Gott auf Schalke" Marcelo Bordon und David Kadel
 
Mit Gott auf Schalke
Lattenkreuz
Lautsprecher, Lebenskünstler und Liebestöter treffen hier ihr Lattenkreuz. Diesmal schreibt hier Lucio, Inter Mailands Weltmeister mit dem unglaublichen Hammer-Schuß, über seine göttlichen Erfahrungen.
Brasil Story
"Als Gott die Brasilianer schuf muß er einen wirklich guten Tag gehabt haben". Der gemeine Brasilianer an sich wird diese Behauptung ohne zu zögern unterschreiben. Wahrscheinlich fallen die Neugeborenen am Zuckerhut in Obelix-Manier...
Marcelo Bordon
Wenn man den Modellathleten mit dem eisenharten Schuß nach seiner Leidenschaft fragt bekommt er stets Fernweh: "Ooh Brasilien...! Doch Marcelo Bordon kann genauso gut von seiner Tochter Julia und seit neuestem auch über den Uefa-Pokal schwärmen - und im Gegensatz zu den Stars von "No Angels" hat der neue Schalke-Star schon mit Engeln zu tun gehabt...
Gerald Asamoah
Das Leben ist voller Überraschungen - oder wie hat Forrest Gump so schön gesagt: "Es ist wie eine Pralinenschachtel: Man weiß nie, was man bekommt ..." Gerald Asamoah kann ein Lied davon singen...
Zé Roberto
Zé Robertos Karriere begann in den Slums von Sao Paulo - nicht gerade ein vielversprechender Ort. Doch auch dort konnte der Ästhet einiges für sein Leben auf dem Fußballplatz lernen.
Cacau
Seine Predigten auf dem heiligen Rasen des VfB Stuttgart sind kurz, aber sie erreichen viele Millionen Menschen. Mit Botschaften wie "Jesus liebt dich" sorgt die T-Shirt-Mission des brasilianischen Stürmers Cacau für Aufsehen in der Bundesliga. Ein Interview mit dem Fußball-Missionar...
Marco Rose
Einer der witzigsten Typen der Bundesliga: Hundenarr, Karnevalist und Präzisionsgrätscher. Eine außergewöhnlich göttliche Story erzählt der gebürtige Leipziger.
Lucio
"Bester Innenverteidiger der Welt", "offensivstärkster Abwehrspieler der letzten Jahre", "schießwütigster Fußballer seit Jessy James" - wer den Kapitän des Weltmeisters Brasilien spielen sieht, der weiß, daß diese schwärmerischen Beschreibungen keineswegs übertrieben sind. Flapsig gesagt: "Ein Typ wie ein Pferd"
Du-Ri Cha
"Ä Frankfuddä Bubb!" antwortet Du-Ri mit seinem breitesten hessischen Akzent und Grinsen wo er sich denn eigentlich heimisch fühlt. In Südkorea kennt ihn jedes Kind, kein Wunder nach dem sensationellen 4.Platz bei der WM 2002. "Du it again Du-Ri"
Nikolce Noveski
Sein Trainer Klopp hat ihn einmal "die Waffe" genannt. Privat eher ruhig explodiert der Mainzer Verteidiger auf dem Platz förmlich, und wehe wenn er im gegnerischen Strafraum auftaucht! Mazedoniens Fußballer des Jahres über seine Heimat und seinen großen Traum.
Markus Merk
Der beste Schiedsrichter der Welt hilft seit Jahren, fern ab von aller Öffentlichkeit, Kindern in Indien. In Sogospatti hat er inzwischen fast schon ein komplettes Dorf mit Waisenhäusern und Schulen aufgebaut. Sagenhaft dieser Merk!
Dirk Heinen
Dirk Heinen, Torhüter beim VfB Stuttgart und Timo Hildebrands Konkurrent, kann eigentlich nicht behaupten, dass bei ihm immer alles gut gegangen ist. Doch der 'Kölsche Jung' hat allen Grund, optimistisch zu bleiben.
"N24 Ethik" mit David Kadel
Uwe Seeler, Christian Wulff, Michael Schanze, Markus Merk, Norbert Blüm u.v.a. waren in den letzten 4 Jahren zu Gast bei David Kadel in "N24 Ethik".
Hier könnt Ihr Euch die Highlights anschauen:
"Kadelfernsehen":
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Langversion Teil 1
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Langversion Teil 2
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...oder "warum man Brasilianer einfach lieben muß"

"Als Gott die Brasilianer schuf, muß er einen wirklich guten Tag gehabt haben".
Der gemeine Brasilianer an sich wird diese Behauptung ohne zu Zögern unterschreiben. Wahrscheinlich fallen die Neugeborenen am Zuckerhut in Obelix-Manier erst mal in einen Topf voller Selbstbewußtsein - und so gehen sie dann auch durchs Leben: Schön, rassig, frech, spontan und stets gut gelaunt.
Für deutsche Verhältnisse oft etwas zu unorganisiert, verstehen es die "liebevollen Chaoten", gekonnt ihre Schwächen mit Humor zu kaschieren: "Ordnung und Fortschritt" haben sie sich ausgerechnet auf ihre Nationalflagge geschrieben. Mit genau diesem Charme und Augenzwinkern wurden die Brasilianer schon früh zu Lieblingen der Bundesliga; denn sie spielen auf dem grünen Rasen nicht "Ordnung und Fortschritt", sondern einfach nur das, was sie im Blut haben: Samba.

"Deutschland ist kalt"

Meine erste Begegnung mit einem Samba-Kicker findet 1994 statt. Ich besuche den frischgebackenen Weltmeister Jorginho in München, um mit ihm eine Reportage über "Fußballer und Gott" zu drehen. Was mir damals sofort auffällt, ist die bescheidene Art zu leben. Keine Villa, wie ich es bei einem solchen Fußballstar erwartet hatte, sondern eine schlichte Wohnung in einem ganz normalen Viertel. Etwas, das ich später auch bei weiteren Besuchen im Hause Adhemar, Zé Roberto, Sergio, Bordon und Cacau zu sehen bekommen sollte.
Brasilianer scheinen nicht viel zum Leben zu brauchen, doch das Wenige vermissen sie in Deutschland um so mehr. Jorginho führt mich voller Stolz in seinen Keller, um mir etwas "Besonderes" zu zeigen. "Motorrad oder Flipper, vielleicht ein Billiardtisch", denke ich mir. In einem ziemlich leeren Raum steht lediglich ein Video-Projektor, an der Wand ein Sofa, sonst nichts. "Hier sitzen wir immer, wenn wir Heimweh haben", erklärt Jorginho, knipst das Licht aus und startet den Film. Auf zwei mal drei Metern schauen wir uns verwackelte Aufnahmen von der Copa Cabana an. 20 Minuten lang! Brasilianer vermissen die Wärme und die Sonne ihrer Heimat.

"Nach Hause"

"Katastrophe", ruft Adhemar mir grinsend zu, als er nach 2 Stunden Regen-Training bibbernd in die Kabine sprintet. Es ist Januar, und Herr Ferreira de Camargo Neto kommt selbst nach einem Jahr Stuttgart mit der Kälte nicht klar. Noch schlimmer für ihn ist die Tatsache, daß seine Familie noch weniger damit zurecht kam und das eisige Schwabenland bereits vor Monaten verließ. Wenigstens kann er wieder lachen, als er mir erklärt, daß seine Frau ihn immer extra vom Swimming-Pool aus anruft, um ihn wieder zurück nach Sao Paulo zu locken. In Brasilien ist er als DJ und Komiker einer beliebten TV-Soap sehr bekannt. Hier in Stuttgart kennt man ihn wegen seiner 3 Tore im allerersten Spiel. Doch das ist schon so lange her, und Tore helfen nicht gegen Einsamkeit. Seine beiden Kinder fehlen ihm. Das schlägt auf die Stimmung. Lange keine Tore mehr geschossen. Alleine ist alles noch mühsamer. Die Sprache fällt ihm nach wie vor schwer. Auf einer Pressekonferenz fragt ihn ein Journalist, was er denn machen würde, wenn er im Himmel seinen Trainer Felix Magath (der ihn zum Ersatzspieler degradierte) wieder sehen würde. "Ich würde ihn auf die Auswechsel-Bank setzen", lautet die verschmitzte Antwort.
Als seine Familie es dann endlich schafft, ihn nach eineinhalb Jahren wieder vom VfB loszueisen, hat er wenigstens ein astreines schwäbisch zum Abschied parat: "Adele!"

"Fleisch, Friseur und eine Massage"

"Fünf Stunden hat es gedauert und nur 60 euro gekostet", den Kopf voller schwarzer Kugeln erklärt mir Zé freudig, wie er zu seiner neuen Frisur gekommen ist. "Die Kappe ziehe ich lieber nicht auf, das zerstört die Röllchen".
Wär ja auch blöd, bei einer solchen sensationellen Frisur eine langweilige Kappe aufzusetzen. Die Noppen auf Zé Robertos Kopf stehen im Mittelpunkt unseres Foto-Shootings für das Buch "Fußball Gott". Das Handy klingelt ununterbrochen - für den Fotographen kein Problem, sondern ein authentisches Motiv für den Beleg, daß Brasilianer wie einst E.T. unter Telephonitis leiden. Eine teure Art und Weise, das Heimweh zu therapieren. Als wir später beim Mittagessen sitzen, entdecken wir ein weiteres Indiz dafür, daß Brasilianer fleischfressende Pflanzen sind. "Churasceria" heißt das Zauberwort. Wenn Du einen Brasilianer darauf ansprichst, bekommt er sofort ganz feuchte Augen. Zé erklärt uns, daß man sich zu Hause in Brasilien in einer "Churasceria" für ganz wenig Geld das leckerste, knusprigste Fleisch bestellen kann und solange essen darf, bis man nicht mehr kann. Eine echte Marktlücke in Deutschland.
"Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach", heißt es in der Bibel. Deswegen möchte Zé als tiefgläubiger Christ ja auch etwas für seinen Kopf tun. Ich weiß nicht, ob ihm die Idee beim Essen kam, zumindest rief er mich ein paar Wochen später ganz aufgeregt an und versuchte, mir von "dieser neuen Idee" zu erzählen. "Ich brauche eine Massage", verstehe ich als Erstes. "Nein, keine Massage, eine Message", versucht Zé zu erklären. "Eine Message?", frage ich ihn irritiert. "Ja, eine message auf Shirt - mit Jesus". Jetzt klingelts bei mir. "Ach Du willst einen Spruch auf Deinem Shirt haben?" "Ja, einen Spruch, etwas mit Jesus soll da stehen."
Zwei Spieltage später ist es so weit, und meine Frau ruft aufgeregt aus dem Wohnzimmer "Tor, David komm schnell. Ich glaube, der Zé hat ein Tor geschossen. Guck mal, der zeigt das neue Jesus-T-Shirt". "Nur komisch, daß die Nürnberger jubeln", denke ich. "Was steht da auf dem Shirt?" "Jesus lebt und liebt dich", kann man erkennen. "Das ist gar nicht Zé", stellen wir beinahe gleichzeitig fest und müssen lachen. Ein gewisser, bis dato unbekannter Cacau hat in seinem ersten Spiel für Nürnberg die gleiche Idee gehabt wie Zé Roberto auf der Gegenseite. Wenige Minuten später trifft Zé zum 1:1 Ausgleich und zeigt den völlig verdutzten Zuschauern und Nürnberger Spielern nun sein Shirt unterm Trikot: "Jesus liebt dich!" Jubel in der Bay Arena und in unserem Wohnzimmer - "Klasse Tor!". Als es so kommt, wie es kommen muß, schauen meine Frau und ich uns nur noch kopfschüttelnd an: Cacau hat wenige Minuten später schon wieder zum 2:1 getroffen und zeigt erneut sein Jesus-Shirt. 3 Tore für Jesus, noch besser als eine "Massage" und alles ohne Absprache - der Fußball schreibt verrückte Geschichten und Bayer gewinnt mit 4:2.

"Prediger bei Mc Donalds"

Da steht er nun vor seiner Gemeinde und predigt. Bereits eine Stunde lang und ohne Spickzettel spricht Paulo Sergio über die biblische Geschichte von Jesus und der Ehebrecherin - es geht um das Thema Schuld.
70 gespannte Augenpaare sind auf Paulo Sergio gerichtet. Es herrscht eine konzentrierte Aufmerksamkeit unter den meist brasilianischen Besuchern der "Igreja Evangelica Brasiliera", wie sie sich wohl mancher Münchner Pfarrer Sonntag morgens wünschen würde.
"Ich hoffe, dass unter euch keiner ist, der tatsächlich den ersten Stein schmeißen würde", sagt Paulo und sieht seine Zuhörer grinsend an. "Aber ich weiß, dass es Menschen gibt, die das in dieser Situation damals getan und die Ehebrecherin verurteilt hätten. Aber wer kann denn von sich behaupten, dass er ohne Schuld ist? Wir wissen jedoch, dass Jesus für unsere Schuld gestorben ist, und deswegen sind wir hier alle Sieger. Ihr seid Sieger! Sagt es euch gegenseitig zu!"
In diesem Moment kommt Bewegung in die Gemeinde, und die meist jungen Zuhörer kommen "Pastor Sergios" Aufforderung nach, dem Nebensitzer mit einem lachenden "Voce é um vencedor" ("Du bist ein Sieger") etwas Ermutigendes zu sagen. Bei manchen wirkt das wie ein Trainer, der seinen Schützling anfeuert. Auch Merly, Paulos Frau, steht auf, um auf einige Freundinnen zuzugehen. Für die Brasilianer ist das wie eine Art Segen, den man über einem Anderen ausspricht.
Ich bin nach München gefahren, um Paulo bei seiner neuen Autogrammkarte zu helfen, und nun erlebe ich ihn zum ersten Mal als Prediger. Wer Paulo Sergio vom Fußballfeld kennt, mit seiner verrückten Art, jeden Torerfolg mit einer Jubelorgie zu feiern, der erkennt ihn hier nicht wieder.
Eine Ernsthaftigkeit in seiner Miene, die man sonst gar nicht von ihm kennt. Dabei haben Fußballer doch nichts Spannendes zu erzählen, sagt man. Und wenn sie einmal den Mund aufmachen, wird es gleich in einer kuriosen Sprüche- Sammlung festgehalten. Den Mann mit der Nummer 13 hier predigen zu hören, ist nicht weniger kurios.
Eine Stunde später sitzen wir alle gemeinsam in Grünwalds Mc Donalds. Lange Gottesdienste machen hungrig. Natürlich ist das hier keine Churasceria, aber die Stimmung ist trotzdem brasilianisch. 40 wild durcheinander gestikulierende Brasilianer schaukeln sich gegenseitig hoch. Paulo hat sich vor lauter Lachen verschluckt und muß ordentlich Cola Light nachkippen. Auch wenn ich die Gespräche nicht verstehe, wird es nicht langweilig, und Gesichter sagen ja auch sehr viel aus. Ich glaube, es geht gerade mal wieder um das schöne Wetter in Brasilien.


David Kadel


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DER LIEBE GOTT

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